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Lexikon

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Backwardation

Backwardation (englisch: backward = rückwärts) ist ein an den Rohstoffmärkten verwendeter Begriff. Backwardation ist eine Preisstruktur, bei der der Preis des aktuellen Terminkontrakts höher liegt als der Preis für Terminkontrakte mit späteren Verfallsterminen (Gegenteil: "Contango").

BaFin
siehe Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Baisse

Als Baisse (französisch für: fallen, sinken, Rückgang), umgangssprachlich auch Bärenmarkt genannt, wird eine über einen längeren Zeitraum andauernde Abwärtsbewegung der Kurse bezeichnet.

Balkenchart

Graphische Darstellung des Kursverlaufs, bei dem die Schwankungsbreite der Kurse jedes Tages durch einen senkrechten Balken dargestellt wird.  Durch den Balkenchart lassen sich Tiefstkurse, Höchstkurse, Eröffnungskurse und Schlusskurse ablesen. Durch diese ausführliche Darstellung wird das Ausmaß der Schwankungen deutlich und es lassen sich Veränderungen in der Angebots- /Nachfragesituation erkennen.

Bandbreiten-Optionsschein

Bandbreiten-Optionsscheine, Range Warrants, Korridor-Optionsscheine oder auch Hamster Optionsscheine sammeln einen festgelegten Betrag (Gutschrift) an, wenn der Basiswert, also eine Aktie, ein Index oder auch ein Rohstoff, während der Laufzeit innerhalb einer bestimmten Bandbreite bzw. eines bestimmten Kurskorridors notiert. Den auf diese Weise angesammelten Gesamtbetrag zahlt der Emittent am Ende der Laufzeit an den Anleger aus. Diese Optionsscheine eignen sich für sich seitwärts bewegende Märkte.

Bandbreiten-Zertifikat

Bandbreiten-Zertifikate gehören in die Kategorie der Outperformance-Zertifikate und sind mit zwei Kursschwellen ausgestattet. Zwischen diesen Kursschwellen werden die Kursbewegungen des Basiswertes durch einen Hebel verstärkt. Notiert der Basiswert am Laufzeitende innerhalb der Bandbreite, bekommt der Anleger die Aktie plus einen Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen Kurs und Untergrenze. Liegt der Kurs unterhalb der Bandbreite erhält er nur die Aktie, oberhalb der Bandbreite bekommt er einen Barausgleich in Höhe der Obergrenze plus der Differenz zwischen Ober- und Untergrenze. Bandbreiten-Zertifikate lohnen sich vor allem dann, wenn der Anleger bis zur Fälligkeit weder starke Kursanstiege noch hohe Kursverluste des Basiswerts erwartet.

Bär

Der Bär (englisch: bear) symbolisiert fallende Kurse an den Aktienmärkten, da er mit seiner Tatze von oben nach unten haut. Anleger, die mit fallenden Kursen rechnen, nennt man daher Bären.

Barausgleich siehe Cash Settlement
Bärenfalle

Als Bärenfalle (englisch: bear trap) bezeichnen technische Analysten ein angetäuschtes Verkaufssignal. Der Kurs sinkt kurzzeitig unter eine Signallinie, um dann rasch in die entgegengesetzte Richtung zu steigen. (Gegenteil: "Bullenfalle")

Bärenmarkt
siehe Baisse
Barrier Optionsschein
siehe Barrier Warrant
Barrier Warrant

Barrier Warrants gehören zu den exotischen Optionen, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Basiswert bestimmte, vorher festgelegte Grenzen (Barriers) über- oder unterschreitet.

Barriere

Als Barriere wird bei den sogenannten Schwellenprodukten ein vorher definiertes Kursniveau bezeichnet, das nicht berührt oder durchbrochen werden darf. Wird diese Barriere verletzt, kommt es zu einem Schwellenereignis, bei dem beispielsweise der Inhaber eines Bonus-Zertifikats den Anspruch auf Zahlung des Bonusbetrages verliert.

Barwert

Als Barwert wird der Wert bezeichnet, den zukünftige Zahlungen in der Gegenwart besitzen. Der Barwert wird rechnerisch dadurch ermittelt, dass die in der Zukunft anfallenden Zahlungen auf den heutigen Wert abgezinst und aufaddiert werden. Der Barwert ist neben der Rendite eine wichtige Kennzahl zur Analyse von Anleihen.

Basispreis

Der Basispreis (englisch: strike), Ausübungspreis oder Bezugspreis ist der Preis, zu dem der Käufer eines Optionsscheines den Basiswert kaufen (Call) oder verkaufen (Put) kann. Der Anleger kann entweder den Basiswert am Ende der Laufzeit (Europäische Option) oder zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit (Amerikanische Option) beziehen oder abgegeben.

 

Bei den Knock-out-Produkten entspricht der Basispreis häufig auch der Knock-out-Schwelle, bei deren Verletzung das Knock-out-Produkt wertlos wird.

 

Der Basispreis bezeichnet bei Aktienanleihen die Schwelle, die darüber entscheidet, ob die Rückzahlung zum Nominalbetrag (Nennwert) oder durch Lieferung von Aktien erfolgt.

Basiswert

Der Basiswert ist das dem Finanzinstrument zugrunde liegende Bezugsobjekt (u. a. Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Futures- Kontrakte aber auch zu Körben zusammengefasste Instrumente), das für den Preis des Finanzinstruments maßgeblich ist.

Basket

Anlageprodukte können sich nicht nur auf einen einzelnen Basiswert beziehen, sondern partizipieren mitunter an einem Basket (bzw. Korb) mit verschiedenen Basiswerten wie Aktien, Indizes oder Rohstoffen. Die Zusammensetzung des Baskets stellt der Emittent vor dem Start des Produktes zusammen. Man unterscheidet zwischen einem statischen bzw. passiven Basket, dessen Zusammensetzung und Gewichtung der Basketbestandteile während der Laufzeit des Produktes nicht verändert wird, und einem aktiven Basket, bei dem die Emittenten die Gewichtung der Einzelwerte und die Zusammensetzung verändern können.

Basket-Zertifikat siehe Themen-Zertifikat
Bear Call Spread

Bei einem Bear Call Spread handelt es sich um eine Optionsstrategie mit begrenzten Risiken aber auch begrenzten Gewinnmöglichkeiten. Diese Strategie wird eingesetzt, wenn der Trader von moderat fallenden Kursen ausgeht. Sie wird gebildet, indem der Anleger eine billigere Kaufoption mit einem höheren Ausübungspreis kauft und eine teuere Kaufoption mit gleicher Laufzeit sowie einem niedrigeren Ausübungspreis (im Geld liegend; in the money) verkauft. Durch den Verkauf der Kaufoption besteht das Risiko, dass der Anleger bei stark steigenden Kursen einen Verlust erleidet. Er verringert allerdings das Verlustrisiko, indem er eine Kaufoption zu einem höheren Basiskurs und einer niedrigeren Optionsprämie kauft. Wenn die Kurse tatsächlich fallen, erzielt der Anleger einen Gewinn, da keine Option ausgeübt wird. Die verkaufte Option erzielt mehr Geld, als für die verkaufte Option gezahlt wurde.

Bearish

Bearish bezeichnet die Markterwartung eines Anlegers, der tendenziell mit fallenden Kursen rechnet.

Best-Price-Prinzip

An der ZertifikateBörse in Frankfurt sorgt der Emittent sowie der Orderflow aus ganz Europa für Liquidität. Dadurch wird die Order des Anlegers immer zum bestmöglichen Preis ausgeführt, das heißt mindestens zum Emittenquote oder direkt gegen den Orderflow im Orderbuch der Börse Frankfurt.

Bestens Order

Unlimitierte Verkaufsorder bzw. eine Anweisung an einen Broker oder ein Kreditinstitut, ein Wertpapier zu dem höchstmöglichen Kurs, also "bestens", zu verkaufen, der zum Zeitpunkt der Order erzielt werden kann. Für den Verkauf muss also kein Limit erreicht werden.

Bewertungstag

Der Tag an dem der Basiswert für die Kalkulation des Auszahlungsbetrages bewertet wird bzw. an dem über die Art der Einlösung (Barausgleich oder physische Lieferung) entschieden wird.

Bezugspreis
siehe Ausübungspreis
Bezugsrecht
Recht der Aktionäre, im Zuge einer Kapitalerhöhung ihrer Aktiengesellschaft eine bestimmte Anzahl junger Aktien zu erwerben und dadurch ihren Anteil am Grundkapital konstant zu halten. Ein Bezugsrecht wird den Aktionären i. d. R. bei einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen, einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei der Ausgabe von Wandel-, Options- und Gewinnschuldverschreibungen oder bei der Emission von Genussscheinen eingeräumt. Die Anzahl der jungen Aktien, die jedem Aktionär zustehen, ergibt sich aus dem sog. Bezugsverhältnis  d. h. der Relation Altaktien zu jungen Aktien , das sich rechnerisch aus dem Umfang der Kapitalerhöhung ableitet und in der Regel vom Vorstand bekannt gegeben wird. Die Aktionäre können innerhalb einer ebenfalls vom Vorstand bekannt gegebenen Bezugsfrist (mindestens zwei Wochen) das Bezugsrecht ausüben oder es an der Börse verkaufen. Der Wert des Bezugsrechts lässt sich rechnerisch ermitteln, unterliegt jedoch nach dessen Handelsaufnahme an einer Börse den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Am ersten Handelstag des Bezugsrechts wird der rechnerische Wert des Bezugsrechts vom Kurs der alten Aktien abgezogen. Für den Aktionär ergibt sich daraufhin eine Vermögensumschichtung, jedoch keine Vermögensänderung. Im Rahmen der Deregulierung des Aktienrechts wurde für die sog. kleine AG  die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses geschaffen: Das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen ist in diesem Fall ausgeschlossen, wenn die Kapitalerhöhung 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigt oder der Ausgabepreis der jungen Aktien den der alten nicht wesentlich unterschreitet. Somit ist gewährleistet, dass der Altaktionär auch nach der Kapitalerhöhung seinen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft zumindest annähernd hält; eine Kapitalverwässerung ist also praktisch ausgeschlossen. Mehr Details zum Bezugrechtehandel finden Sie auf boerse-frankfurt.com im Bereich Wissen.
Bezugsverhältnis

Das Bezugsverhältnis bei Finanzinstrumenten gibt an, auf wie viele Einheiten des Basiswertes sich ein Finanzinstrument bezieht. (Zum Beispiel bezieht sich bei einem Bezugsverhältnis von 0,1 ein Aktienoptionsschein auf 0,1 Aktien, d. h., der Optionsscheininhaber erhält bei Ausübung ein Zehntel der Differenz zwischen Marktpreis und Basispreis.)

Bid siehe Geldkurs
Bid-Ask-Spread

Der Bid-Ask-Spread bzw. die Geld-Brief-Spanne gibt die Differenz (englisch: spread) zwischen Kauf- (Geldkurs) und Verkaufs-Preis (Briefkurs) an.

Billigst

Unlimitierter Auftrag zum Kauf von Wertpapieren zum günstigsten Kurs. Der Kauf soll nach den bestmöglichen Bedingungen am Kauftag erfolgen.

Binominalmodell

Bewertungsmodell für Optionen oder Optionsscheine mit amerikanischem Optionsrecht nach John Carrington Cox, Stephen Alan Ross und Mark Edward Rubinstein (1979). Es ist eines von drei Bewertungsmodellen, die zur Ermittlung des theoretischen Werts einer Option herangezogen werden. Daneben werden das Black-Scholes-Modell und das analytische Aproximationsmodell zur Bewertung genutzt.

Black-Scholes-Modell

Bewertungsmodell zur theoretischen, fairen Bewertung einer europäischen Option (die nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeübt werden kann) auf Basis von Aktien. Es wurde von Fischer Black und Myron Samuel Scholes 1973 entwickelt.

Blind Pool

Blind Pool bezeichnet bei geschlossenen Fonds die fehlende Festlegung, in welche Projekte bzw. Objekte der Fonds investieren wird. Der Anleger weiß zum Zeitpunkt seiner Investition in den Fonds nicht, was der Fonds mit den eingeworbenen Mitteln erwerben wird.

Blue Chips

Blue Chips bzw. Standardwerte ist die Bezeichnung für Aktien der größten, international bekannten Unternehmen, die einen wesentlichen Anteil am gesamten Börsenumsatz haben und deren Kurse auch in die Berechnung der gebräuchlichen Indizes eingehen.

Bond

Englische Bezeichnung für ein festverzinsliches Wertpapier wie beispielsweise eine Anleihe, Schuldverschreibung oder auch Pfandbrief.

Bonität siehe Kreditwürdigkeit
Bonitäts-Anleihen

Mit Bonitäts-Anleihen haben Anleger die Möglichkeit, in die Kreditwürdigkeit (Bonität) eines Schuldners zu investieren. Zins- und Rückzahlung erfolgen in Abhängigkeit der Kreditwürdigkeit des Schuldners. Sofern bei dem Schuldner kein Kreditereignis eintritt, erhält der Anleger die Zinszahlungen und bei Fälligkeit den Nennwert ausgezahlt. Tritt hingegen ein Kreditereignis ein, kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung. In diesem Fall entfällt die laufende Zinszahlung und die Rückzahlung erfolgt zu einem Betrag, der deutlich unter dem Nennwert liegen kann.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko beschreibt die Höhe des Risikos, dass sich die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners verschlechtern könnte. Eine Bonitätsverschlechterung des Schuldners führt zu einem entsprechenden Kursabschlag bei den betroffenen Wertpapieren. Die Bonität des Schuldners kann sich während der Laufzeit so weit verschlechtern, dass er zahlungsunfähig oder illiquide wird. Tritt dieser Fall ein, können Zins- und / oder Tilgungsleistungen nicht mehr termingerecht erbracht werden.

Bonus Outperformance-Zertifikat
Das Rückzahlungsprofil eines Bonus Outperformance Zertifikats entspricht dem eines normalen Bonus-Zertifikats. Allerdings partizipiert der Anleger an Kurssteigerungen oberhalb einer bestimmten Kursniveaus überproportional. Im Gegenzug ist der Abstand zum Sicherheitslevel in der Regel geringer als bei einem vergleichbaren, herkömmlichen Bonus-Zertifikat.
Bonus-Zertifikate

Bonus-Zertifikate zahlen bei Endfälligkeit einen Bonusbetrag, sofern der Basiswert die festgesetzte Barriere im entsprechenden Beobachtungszeitraum nicht erreicht oder durchbrochen hat. Der Anleger erhält keine möglichen Dividendenzahlungen.

Bonusbetrag

Betrag, der bei Bonus-Zertifikaten gezahlt wird, falls die Barriere im Beobachtungszeitraum nicht verletzt wurde und der Preis des Basiswertes am Bewertungstag unter dem Bonuslevel liegt.

Bonuslevel

Kursschwelle oberhalb der Barriere. Unterschreitet der Preis des Basiswertes am Bewertungstag den Bonuslevel, wird der Bonusbetrag gezahlt, wenn zu keinem Zeitpunkt während der Laufzeit der Zertifikate bzw. im Beobachtungszeitraum die Barriere berührt wurde. Überschreitet der Preis des Basiswertes am Bewertungstag den Bonuslevel, partizipiert der Anleger (bis zu einem möglicherweise vorgesehenen Cap) an den Wertsteigerungen des Basiswertes.

Bookbuilding-Phase
siehe Zeichnungsfrist
Börse

Die Börse (lateinisch: bursa = Ledertasche, Geldsäckchen) ist ein organisierter Markt für Vermögenswerte wie beispielsweise Wertpapiere, Devisen und Rohstoffe. Die Börse führt Angebot und Nachfrage zusammen. Die Entstehung der Bezeichnung Börse wird zurückgeführt auf eine Kaufmannsfamilie mit dem Namen "van der Beurse" in Brügge im 16. Jahrhundert, in deren Haus regelmäßig geschäftliche Zusammenkünfte unter Kaufleuten stattfanden.

Börsenauftrag
siehe Order
Börsengang
siehe IPO
Börsengesetz

Das Börsengesetz (BörsG) regelt seit 1976 den Tätigkeitsbereich und die Organisationsformen der deutschen Börsen.

Es umfasst 6 Abschnitte:

1. Allgemeine Bestimmungen über die Börsen und deren Organe
2. Börsenhandel und Börsenpreisfeststellung
3. Skontroführung und Transparenzanforderungen an Wertpapierbörsen
4. Zulassung von Wertpapieren zum Börsenhandel
5. Freiverkehr
6. Straf- und Bußgeldvorschriften; Schlussvorschriften.

Börsenkapitalisierung siehe Marktkapitalisierung
Börsenmakler

Börsenmakler (englisch: broker) sind Handelsteilnehmer, die im weitesten Sinne an der Börse Geschäfte tätigen. Im engeren Sinne handelt es sich um zugelassene Handelsteilnehmer, die für den Eigen- oder Kundenhandel ihres zum Börsenhandel zugelassenen Unternehmens Geschäfte abschließen.

Börsennotierung
siehe Notierung
Börsenplatz

In der klassischen Form beschreibt der Börsen- oder Handelsplatz einen Ort, an dem sich Makler in persona treffen und durch Gespräche ihre Geschäfte tätigen. Wichtige internationale Börsenplätze sind New York (NYSE und NASDAQ), London (LSE), Frankfurt, Hong Kong und Tokio.

 

In Deutschland ist der wichtigste Börsenplatz die Frankfurter Wertpapierbörse. Daneben gibt es noch die Regionalbörsen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

 

Reine Präsenzbörsen haben aber fast ausgedient. Die Präsenzbörsen haben sich zu Computerbörsen umgewandelt. Dabei übernehmen computergestützte Handelssysteme wie das deutsch-schweizerische XETRA die Maklerfunktion. Daneben gibt es multilaterale Handelssysteme (engl. Multilateral Trading Facility - MTF) wie beispielsweise Chi-X, bei dem es sich um ein börsenähnliches Netzwerk handelt, das zahlreiche Käufer und Verkäufer auf dem Finanzmarkt nach bestimmten Regeln zusammenzuführen soll.

Börsentag

Ist ein Tag, an dem an einer Börse Handel stattfindet.

Börsentendenzen

Einem Anleger werden fallende oder steigende Kurse durch Börsentendenzen signalisiert. Gängige Bezeichnungen sind "fest","freundlich", "erholt", "uneinheitlich", "leichter" und "schwach".

Börsentermingeschäftsfähigkeit
siehe Termingeschäft
Börsenumsatzstatistik

Die Börsenumsatzstatistik erfasst börsentäglich alle getätigten Börsenumsätze (sowohl von Banken, als auch von Maklern). Die Tagesumsätze werden vergleichsweise monatlich, vierteljährlich und jährlich zusammengefasst veröffentlicht.

Break-even
Englischer Ausdruck für Gewinnschwelle.
Brief

Brief (kurz: "B") steht für Angebot, Verkaufswunsch. Der Kurszusatz "B" hinter dem Tageskurs bedeutet, dass zu diesem Kurs Anleger das Papier verkaufen möchten, aber bisher keinen Käufer gefunden haben. Ein "bB" (bezahlt Brief) hinter dem Kurs steht dafür, dass bereits Verkäufe getätigt wurden, aber noch Aktien zu verkaufen sind.

Briefkurs siehe Ask
Broker
siehe Börsenmakler
Bulle

Optimisten werden an der Börse auch als "Bullen" (Englisch: Bull = Stier) bezeichnet. Der Bulle ist in der Börsensprache verantwortlich für steigende Kurse, weil er mit den Hörnern immer von unten nach oben stößt.

 

Das Gegenteil ist der Bär (englisch: bear), der mit der Tatze von oben nach unten schlägt, als Zeichen für fallende Kurse.

Bullenfalle

Als Bullenfalle bezeichnen technische Analysten ein angetäuschtes Kaufsignal. Der Kurs steigt kurzzeitig über eine Signallinie, um dann rasch in die entgegengesetzte Richtung zu sinken. (Gegenteil: "Bärenfalle")

Bullenmarkt
siehe Hausse
Bullish

Bullish bezeichnet die Markterwartung eines Anlegers, der mit steigenden Kursen rechnet.

Bund-Future

Der Euro-Bund-Future (kurz: Bund-Future) ist ein standardisierter Terminkontrakt auf eine idealtypische Bundesanleihe. Grundlage des Kontraktes ist eine aus einem Korb lieferbarer Anleihen berechnete, fiktive Anleihe mit einem Kupon von 6 Prozent. Die Restlaufzeit der lieferbaren Anleihe liegt zwischen 8,5 und 10,5 Jahren. Der Kontraktwert beträgt 100.000 Euro.

 

Der Inhaber eines Bund-Future-Kontraktes hat das Recht, zu einem festgelegten Zeitpunkt eine diesem Kontrakt zugeordnete Bundesanleihe zu kaufen oder zu verkaufen. Pro Jahr werden vier Laufzeiten gehandelt, die jeweils im März, Juni, September und Dezember enden.

Bundesanleihe

Deutsche Bundesanleihen sind verzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland in Form von Staatsanleihen herausgegeben werden. Bundesanleihen und andere Bundeswertpapiere sind ein Weg, über den der Bund sein Haushaltsdefizit finanziert. Die Börsennotierung erfolgt wie bei allen verzinslichen Wertpapieren in Prozent des Nominalwertes (Nennwert).

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vereinigt seit ihrer Gründung im Mai 2002 die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Die BaFin ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Ihre Aufgabe ist es, die Funktionsfähigkeit des deutschen Finanzsystems sicherzustellen.

Bundesobligation

Bundesobligationen (kurz: Bobl) sind Schuldverschreibungen des Bundes mit jährlichen Zinszahlungen und einer vereinbarten Laufzeit in der Regel von fünf Jahren. Bundesobligationen sind börsenfähig.

Bundesschatzbrief

Bundesschatzbriefe werden von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben.
Es gibt zwei Varianten: Typ A hat eine Laufzeit von sechs Jahren mit jährlicher Zinsausschüttung. Bei Typ B werden Zinsen und Tilgungsleistung erst am Ende der Laufzeit von sieben Jahren in einer Summe ausgezahlt. Der Zinssatz und damit die Rendite steigen bei beiden Bundesschatzbrief-Typen über die Laufzeit hinweg an. Kursrisiken bestehen bei diesen Papiere nicht. Die Verzinsung während der gesamten Laufzeit ist bei Auflage der Papiere bekannt.

Bundesschatzwechsel

Bundesschatzwechsel sind kurzfristige Schuldverschreibungen der Öffentlichen Hand, die nicht von Privatanlegern, sondern nur von Banken und institutionellen Anlegern erworben werden können.

Bundeswertpapiere

Der Bund deckt seinen Finanzierungsbedarf nicht nur über Bankkredite, sondern auch bei Privatpersonen. Zu diesem Zweck gibt er Bundeswertpapiere heraus. Der Staat bürgt für die Schulden mit seinem Vermögen und Steueraufkommen.


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