Willkommen bei der ZertifikateBörse in Frankfurt
Deutsch

Lexikon

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Abgeld
siehe Disagio
Abrechnungspreis
siehe Settlement Price
Absicherungsgeschäft
siehe Hedge
Agio
siehe Aufgeld
Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Unternehmensanteil an einer Gesellschaft verbrieft.

Aktienanleihen

Bei Aktienanleihen kommt unabhängig von der Wertentwicklung des Basiswertes ein Zinsbetrag zur Auszahlung. Art und Höhe der Rückzahlung bei Endfälligkeit hängen davon ab, ob der Basiswert am Bewertungstag auf, über oder unter dem Basispreis liegt. Erreicht der Basiswert mindestens den Basispreis, erhält der Anleger den Nennwert zurück. Bei einem unter dem Basispreis liegenden Basiswert erhält der Anleger je nach Ausstattung entweder den Wert des Basiswertes oder diesen direkt geliefert.

Aktienindex

Ein Aktienindex ist ein Index, der sich aus einer unterschiedlichen Anzahl von Aktien zusammensetzt, die die Kursentwicklung eines Aktienmarktes möglichst repräsentativ abbilden sollen. Der deutsche Leitindex DAX setzt sich aus 30 Werten zusammen, beim S&P 500 Composite Index sind es 500 Werte. Zu den bekanntesten Aktienindizes gehören in Deutschland der DAX, der MDAX und der FAZ-Aktienindex. Aktienindizes gibt es als Kursindex und als Performance-Index. Unter den US-Aktienindizes gelten der Dow Jones Index sowie der S&P 500 Composite Index als bekannteste Leitindizes.

Aktienmarkt

Ein Aktienmarkt ist ein Teil des Kapitalmarkts, an dem in Aktien verbriefte Unternehmensanteile gehandelt werden.

Aktienoptionsschein

Als Basiswert für den Optionsschein liegt hier eine Aktie zugrunde. Es gibt Call-Optionsscheine und Put-Optionsscheine. Daneben unterscheidet man zwischen Optionsscheinen, die im Zusammenhang mit einer Emission von Optionsanleihen auf den Markt kommen und den sogenannten Covered Warrants.

Aktionär

Der Aktionär oder auch Anteilseigner (englisch: Shareholder, Stockholder) ist Inhaber eines in einer Aktie verbrieften Anteils an einer Aktiengesellschaft. Seine Mitgliedschaft am Unternehmen erwirbt er durch Zeichnung oder Kauf der Aktien, durch deren Verkauf erlischt die Mitgliedschaft wieder. Zu den wichtigsten Rechten eines Aktionärs zählen das Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung, das Stimmrecht und bestimmte Auskunftsrechte. Der Aktionär hat einen Anspruch auf einen Anteil am Unternehmensgewinn. Das Unternehmen kann die Aktionäre über Dividenden am Gewinn des Unternehmens beteiligen. Einen direkten Einfluss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft hat der Aktionär hingegen nicht. Er kann aber über bestimmte Fragen der Geschäftsführung vom Vorstand zu einer Mitentscheidung in der Hauptversammlung aufgefordert werden. Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet ein Aktionär nur in Höhe seiner Einlage.

All Time High

Das All Time High (bzw. Allzeithoch) ist ein aus der amerikanischen Sprache entlehnter Begriff, der den historisch höchsten Kurs eines Wertpapiers, eines Index, einer Ware, eines Futures oder einer Währung bezeichnet.

All Time Low

Das All Time Low (bzw. Allzeittief) bezeichnet das niedrigste Kurs- oder Preisniveau eines Wertpapiers, eines Index, einer Ware, eines Futures oder einer Währung aller Zeiten.

Allzeithoch
siehe All Time High
Allzeittief
siehe All Time Low
Am Geld

Eine Option wird als "am Geld" bezeichnet, wenn der derzeitige Kurs des Basiswertes sich in der Nähe seines Basispreises befindet.

American Depositary Receipt

Bei den American Depositary Receipts (ADR) bzw. American Depositary Shares (ADS) handelt es sich um von den US-Depotbanken ausgestellte, handelbare und auf Dollar lautende Aktienzertifikate bzw. Hinterlegungsscheine über bei ihnen hinterlegte Aktien nicht in den USA ansässiger Unternehmen. ADR werden in der Regel im Verhältnis 1:1 für 100 Stück Auslandsaktien ausgestellt. Sie dienen zur Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung des Handels. Für nicht in den USA ansässige Unternehmen haben ADR den Vorteil, dass sich diese Aktiengesellschaften hierdurch nicht dem vollständigen Zulassungsverfahren der United States Securities and Exchange Commission (SEC) unterziehen müssen, um eine Börsennotierung zu erlangen.

American Depositary Share
siehe American Depositary Receipt
Amerikanische Option

Das sogenannte Optionsrecht kann bei einer amerikanischen Option während der gesamten Laufzeit des Optionsscheins ausgeübt werden. Bei einem Call-Optionsschein kann der Anleger die Aktie also laufend zum Ausübungspreis kaufen bzw. bei einem Put-Optionsschein verkaufen.

Amtliche Notierung
siehe Notierung
Anlageklasse

Anlageklasse (englisch: asset class) bezeichnet ein Anlagesegment (z.B. Aktien, Rohstoffe) am Kapitalmarkt.

Anlageprodukt

Anlageprodukte bzw. Finanzprodukte sind eine von Banken oder anderen Emittenten angebotene Form der Geldanlage, die mit festen Bedingungen versehen sind. Ziel ist es, idealerweise einen Wertzuwachs zu erwirtschaften, mindestens aber den realen Wert zu erhalten.

Anlagezertifikat

Anlagezertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, die die Kursentwicklung der entsprechenden Basiswerte wie beispielsweise Aktien, Indizes, Zinsen, Währungen oder Rohstoffe verbriefen. Diese Produkte sind in der Regel – mit Ausnahme des Emittentenrisikos – nicht risikoreicher als ein Direktinvestment in den jeweiligen Basiswert. Sie sind in ihrer Laufzeit begrenzt oder unbegrenzt, ohne laufende Erträge und mit einem festgelegten Rückzahlungsbetrag ausgestattet.

Anleihe

Zur Beschaffung von Kapital geben Emittenten wie beispielsweise Unternehmen, Finanzinstitute, Staaten oder Bundesländer am Rentenmarkt Wertpapiere aus, die Schuldverschreibungen, Anleihen, Pfandbriefe oder Obligationen bezeichnet werden. Der Käufer eines sogenannten festverzinslichen Papiers ist Gläubiger, der Emittent ist der Schuldner, der die Verzinsung und auch die Rückzahlung des Nominalwertes verspricht. Anleihen unterscheiden sich durch abweichende Konditionen wie unterschiedliche Laufzeiten, den Währungen und der Art der vom Schuldner zu erbringenden Verzinsung.

Anteilseigner
siehe Aktionär
Arbitrage

Arbitrage (lateinisch: arbitratus = Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen) beschreibt das Ausnutzen von Preisdifferenzen gleicher Waren auf unterschiedlichen Märkten am selben Handelstag. Durch Arbitrage gleichen sich die Preise dann an. Computerhandel und die nahezu zeitgleiche Veröffentlichung von Nachrichten haben die Arbitrage heutzutage erschwert.

Asiatische Option

Bei der asiatischen Option oder auch Average Rate Option handelt es sich um eine exotische Option, deren Wert nicht allein vom Basiswert am Ende der Laufzeit abhängt, sondern sich durch einen Durchschnittskurs des Basiswerts über einen definierten Zeitraum errechnet.

Ask

Ask ist die englische Bezeichnung für Briefkurs. Das Ask ist der Kurs, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, ein Wertpapier oder eine Option zu verkaufen. Zum aktuellen Briefkurs kann der Anleger ein strukturiertes Produkt vom Emittenten kaufen.

Asset Allocation

Als Asset Allocation wird die Aufteilung von Vermögen auf verschiedene Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Anleihen, Währungen oder Rohstoffe, um das mit der Anlage verbundene Risiko zu reduzieren.

Asset Class
siehe Anlageklasse
Asset Management

Asset Management ist die englische Bezeichnung für Vermögensverwaltung. Dabei betreut ein Vermögensverwalter innerhalb von festgelegten Anlagerichtlinien nach eigenem Ermessen das Vermögen von Anlegern. Ziel ist es, die bestmögliche Rendite zu erwirtschaften.

Asset-backed Securities

Asset-backed Securities sind mit Vermögenswerten (z.B. Forderungen) besicherte Wertpapiere.

Assets

Als Assets werden Vermögenswerte (Aktiva) oder auch Anlageklassen bezeichnet.

At the market

Ein Kauf oder Verkauf "at the market" bezeichnet einen sofortigen, zum bestmöglichen Preis auszuführenden Kauf oder Verkauf. Der entsprechende Auftrag bei der Bank oder dem Broker wird als "Market Order" bezeichnet.

At the money
Englischer Ausdruck für "am Geld".
Aufgeld

Das Aufgeld oder auch Agio (griechisch: allag = Tausch) bezeichnet bei Wertpapieren wie Anleihen den Aufschlag bzw. den Aufpreis, den der Anleger bei dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs gegenüber dem sogenannten Nennwert bezahlen muss. Das Aufgeld wird in der Regel als Prozentwert ausgedrückt. Aufgelder sind häufig bei der Zeichnung von Anleihen oder auch Anlage-Zertifikaten im Filialbetrieb von Banken zu finden.

 

Das Aufgeld wird auch bei der Bewertung von Optionsscheinen verwendet. Übt der Anleger sein theoretisches Recht aus einem Optionsschein zum Kauf des Basiswerts (z.B. eine Aktie) aus, bezeichnet das Aufgeld bzw. Agio den hierbei anfallenden Aufpreis gegenüber dem direkten Kauf dieses Basiswertes an der Börse.

Aufgeld (Optionsscheine)

Prozentsatz, um den der Kauf bzw. Verkauf des Basiswertes durch Kauf des Optionsscheins und sofortige Ausübung des Optionsrechts teurer ist als der direkte Kauf oder Verkauf des Basiswertes an der Börse.

Das Aufgeld wird ermittelt, um einen Optionsschein zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bewerten. In der Regel wird zur besseren Einschätzung des Optionsscheins das Aufgeld bezogen auf ein Laufzeitjahr (jährliches Aufgeld) ausgewiesen.

Beispiel: Ausstattung eines Call-Optionsscheins

Aktueller Kurs des Optionsscheins: 40 €

Aktueller Kurs der Aktie (Basiswert): 150 €

Basispreis: 100 €

Das Optionsverhältnis ergibt sich aus dem Verhältnis Aktien zu Optionsscheinen. In diesem Fall nehmen wir eine Aktie pro zwei Optionsscheine an:

Optionsverhältnis = 1 Aktie : 2 Optionsscheine = 0,5

Die Restlaufzeit beträgt zwei Jahr

Berechnung des Aufgeldes:

Kurs des Optionsscheins : Optionsverhältnis = 40 € : 0,5 = 80 €

Basispreis + 80 € – Aktienkurs = 100 € + 80 € – 150 € = 30 €

(30 € : Aktienkurs) * 100 = (30 € : 150 €) * 100 = 20% 

Jährliches Aufgeld = 20 % : Restlaufzeit in Jahren = 20 % : 2  = 10 %

Auftrag
siehe Order
Aus dem Geld

"Aus dem Geld" bedeutet bei Call-Optionsscheinen bedeutet, dass der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis notiert, bei Put-Optionsscheinen, dass der aktuelle Kurs des Basiswertes über dem Basispreis notiert.

Ausgabeaufschlag (XTF)

Vertriebsgebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen anfällt.

Der Ausgabeaufschlag ist ein Entgelt, das die Fondsgesellschaft für die Herausgabe eines Fondsanteils erhebt. Meist handelt es sich um einen prozentualen Aufschlag auf den Ausgabepreis (bis zu 5 Prozent). Beim Fondshandel über die Börse Frankfurt fallen keine Ausgabeaufschläge an.

Ausgabepreis

Der Preis, zu dem ein Finanzinstrument zum ersten Mal angeboten wird.

Ausgabetag

Datum, an welchem ein Finanzinstrument ausgegeben bzw. emittiert wird.

Ausstehendes Volumen
siehe Open Interest
Ausübungspreis

Ausübungspreis (bzw. Bezugspreis, Exercise Price) ist der Preis, zu dem ein Anleger bei Ausübung seines Optionsrechts den zugrundeliegenden Basiswert kaufen bzw. verkaufen kann.

Ausübungsrecht
Jede Option beinhaltet ein Optionsrecht, welches der Inhaber der Option am Ende der Laufzeit (europäischer Optionstyp) oder jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) ausüben kann. Ein Call-Optionsschein verbrieft das Recht zum Kauf eines festgelegten Basiswerts zu einem bestimmten Preis in einer bestimmten Menge. Ein Put-Optionsschein verbrieft ein entsprechendes Verkaufsrecht.
Auszahlungsbetrag

Betrag, der bei Fälligkeit eines Zertifikats, also am Ende der Laufzeit, vom Emittenten des Zertifikats an den Anleger ausgezahlt wird.

Auszahlungslevel

Kursschwelle, bei deren Erreichung zu einem bestimmten Zeitpunkt die Laufzeit eines Express-Zertifikats vorzeitig beendet wird und eine Auszahlung des in den Emissionsbedingungen festgelegten Auszahlungsbetrags erfolgt.

Average Rate Option
siehe Asiatische Option

Bitte warten...

Ihr Merkzettel (0)