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Automatic Trade Control

ABS – JETZT AUCH FÜR DEN HANDEL

Mit ATC wird am Handelsplatz Frankfurt ein neuer Trading-Standard eingeführt.
Die Abkürzung steht für „Automatic Trade Control” und verspricht jetzt noch mehr Sicherheit,
bessere Ausführungen und erhöhte Transparenz.
Finanzexperten vergleichen den neuen Service bereits mit einer Art ABS für den Börsenhandel.

SO FUNKTIONIERT ES

Genau wie der aus der Automobilindustrie bekannte Technikstandard ABS wirkt ATC im Börsenhandel als eine technische Unterstützung, die Ihre Transaktionen in schwierigen Situationen auf Kurs hält: Automatic Trade Control macht dabei einen automatischen Sicherheitscheck, um Auffälligkeiten zu identifizieren. Alle Trades bei Börse Frankfurt Zertifikate werden daher nicht nur in Millisekunden ausgeführt, sondern gleichzeitig in Echtzeit automatisch geprüft. Das ist neu und gibt es nur am Handelsplatz Frankfurt.

ATC vergleicht dazu Ausführungen ähnlicher Produkte und Trades miteinander und überprüft somit die Plausibilität des jeweiligen Geschäftes. Sollte es in seltenen Fällen einmal zu einer Auffälligkeit kommen, wird dies aktiv erkannt und dem nachgegangen.

Um ATC nutzen zu können, müssen Anleger bei Zertifikaten und Hebelprodukten einfach „Frankfurt” als Handelsplatz wählen. Die ATC-Prüfung ihrer Transaktion erfolgt dann automatisch und ohne zusätzliche Gebühren.

ATC IN DER PRAXIS

In der Praxis werden automatisch verschiedene Prüfroutinen durchgeführt. Dabei sind die wichtigsten zu überwachenden Parameter der jeweilige Produkttyp, Kurse, gestellte Quotes, die jeweiligen Historien der Produkte, deren Stammdaten sowie einfache Beziehungen aus der Finanzmathematik.

Monte-Carlo-SimulationDie Monte-Carlo-Simulation ist ein Verfahren aus der Stochastik, bei dem sehr häufig durchgeführte Zufallsexperimente die Basis darstellen.

Peergroup-VergleicheDer Produkttyp sowie der Bezugswert eines Produktes ordnen das Produkt einer bestimmten Peergroup zu. So werden Discount-Zertifikate mit demselben Bezugswert miteinander verglichen. In einer Peergroup werden dann Kurse bzw. Quotes von Produkten mit gleichen Strikes oder Restlaufzeiten verglichen.

Put-Call-ParitätUnter dem Begriff Put-Call-Parität wird eine Gleichgewichtsbedingung verstanden, die einen preislichen Zusammenhang zwischen europäischen Put- und Call-Optionen mit gleichem Basispreis und gleicher Laufzeit herstellt.

Kurshistorien mit und ohne Kurs des BasiswertesHier gilt die Grundannahme, dass im kurzfristigen Erfassungsbereich die Korrelation (bzw. das Delta) der Kurse und Quotes zwischen Produkt und Basiswert annähernd konstant bleiben. Da die Berechnung eines Deltas aber nicht immer einfach ist, behilft man sich mit der Korrelation, basierend auf kurzfristigen Kurshistorien.

Quotehistorien mit und ohne Kurs des BasiswertesHier wird auf den kurzfristig historischen Quoteverlauf geachtet, da nicht für jedes Produkt ein Kurs des zugehörigen Basiswertes verfügbar ist.

Stammdaten-RelationenFür spezielle Produkttypen ist wegen des meist konstanten Deltas ein Vergleich mit den Stammdaten bereits aufschlussreich. Dies ist in der Regel sofort ersichtlich, wenn, bereinigt um das Bezugsverhältnis des Produktes, die Kurse von Bezugswert und Produkt miteinander verglichen werden.

Sobald sämtliche Tests durchgeführt wurden, tragen die einzelnen Ergebnisse inklusive einer spezifischen Gewichtung pro Test zu einem Gesamtergebnis bei.


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